Jahresauftakt

13. Februar 2018

Am 03. Februar war es wieder so weit. Bei leichtem Schneefall und knapp 4°C trafen sich Vigdis, Anja und ich an der Bushaltestelle Alt Lübars um das Jahr 2018 zu begrüßen. Zunächst wärmten wir uns im Dorfkrug Lübars mit einem Kaffee auf und dann ging es guter Stimmung los. Trotz düsterer Wetterlage trafen wir auf dem Weg zum Berliner Mauerweg ein paar andere Gleichgesinnte und so kamen wir zur Osterquelle die uns Hoffnung auf den nahenden Frühling machte. Zunächst konnten wir relativ weite Natur genießen mit Feldern und Bächen, die Anja besonders in ihren Bann zogen. Vigdis und ich nutzen die Luft und die Ruhe zu ausgedehnten Gesprächen. Nach etwa der Hälfte des Weges nach Schönholz wurde der Weg dann etwas Urbaner, nichtsdestotrotz blieb es sehr schön. Auf dem letzten Drittel gingen wir schließlich entlang der Bahntrasse der S1 wo sich zu unserer Linken alte Fabrikgebäude, die einst als Grenze zwischen Ost und West dienten, standen. Sehr hübsch waren hier die historischen Ziegelbauten, die äußerst Formschön restauriert worden waren. Auf diesem letzten Stück kam es dann zu einer angeregten Unterhaltung zwischen uns Dreien, zum Umgang mit Stress unter philosophischen Aspekten. Schließlich erreichten wir den Bahnhof Schönholz und fuhren von dort aus entspannt nach Hause.

@Daniel

JUL

25. Dezember 2017

Altar zum Julblot

Am 22.12.2017 versammelten sich 16 Menschen mit Göttern, Geistern und Ahnen im Süden von Berlin zum Julblot. Bei milden Temperaturen durften wir das Grundstück von Sven zum heiligen Bezirk machen und dort ein erstes Blot feiern. 11 Erwachsene und 5 Kinder erfüllten die Nacht mit heiligen Energien um das Band zu den Göttern, Geistern und Ahnen zu stärken. So setzen wir den Startpunkt in das neue Jahr um gestärkt voran zu schreiten und Potential für die Ernte von 2018 aufzubauen. Dabei stärkten wir aber nicht nur die Bande zwischen den Welten, sonder auch zwischen uns Menschen. Sven und Uta bewirteten uns grandios und der erste Eindruck von Sympathie bestätigte sich weiter zum ersten Ansatz von freundschaftlicher Verbindung.
Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, das wir mit der Asahood nach vielen schweren Jahren wieder ein grandioses Jahr hatten und gestärkt mit vielen neuen Freunden ins Jahr 11 unser Vereinsgeschichte gehen dürfen! Ausdauer und Beharrlichkeit führte dazu. Diese Tugenden wollen wir an dieser Stelle einmal hervorheben!

Heil den Asen und den Vanen.
Kraft und Segen unserer Gemeinschaft der Asahood!
@Daniel

Wanderung im Berliner Süden

4. November 2017

Bei unserer 2. Wanderung im Monat Oktober hat es uns von Rudow nach Lichtenrade geführt. Bei bestem Oktoberwetter trafen wir uns zu dritt und machten uns guter Dinge vom U-Bahnhof Rudow in Richtung Groß Ziethen auf. Nach einem knappen Kilometer öffnete sich dann die urbane Umgebung und sprunghaft wurde es ländlich.

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Der Mauerweg lag eingebetten, wie so oft, in einem kleinen Birkenwäldchen und war reichlich besucht von Berlinern zu Rad, mit Rollerblades oder zu Fuß. Daher gingen wir schnell Abseits der befestigten Straße auf kleineren Pfaden und waren wie so oft zuvor in guten Gesprächen versunken. Nicht aber ohne alle paar Minuten unsere Aufmerksamkeit auf die herrliche Natur um uns herum zu lenken…

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Immer wieder machten wir halt um uns an Details zu erfreuen und uns gemeinsam dem nahendem Herbst gewahr zu werden.

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Anja war dabei äußerst aufmerksam und bereicherte unsere Wanderung damit immens. Schließlich führte der Mauerweg in die Stadt hinein weshalb wir uns entschlossen, weiter von ihm abzuweichen. Zu verlockend waren die erwarteten Feldwege so nah an der Stadtgrenze.

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Schließlich kamen wir doch nach Groß Ziethen und machten dort eine Pause mit etwas Tee und ein paar Snacks. In Gesellschaft von Krähen, Elstern und einigem Lachen erholten wir uns kurz und setzten unseren Weg schließlich fort. Nach einigen weiteren Kilometern kamen wir bei Lichtenrade schließlich wieder an den Stadtrand und auf den Mauerweg, der wieder von Birken und später verschiedenen Baumarten gesäumt wurde.

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Einen Kilometer folgen wir diesem noch und dann ging es wieder ins Städtische hinein in Richtung des Bahnhofs Lichtenrade. Nach 14 km und etwa 3 Stunden der Wanderung erreichten wir diesen bei der Abenddämmerung und fuhren guter Dinge nach Hause, mit dem Fazit: Für Gutes muss man nicht unbedingt weit reisen!
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Der Berliner Mauerweg

5. September 2017

Vor zwei Wochen waren Anja und ich im Tegeler Forst auf dem Ehrenpfortenberg und genossen die Natur. Im Rahmen dessen wanderten wir noch ein paar Kilometer durch den Wald. Da uns das beiden sehr gut gefallen hat entschlossen wir uns zu regelmäßigen Wanderungen in Zukunft. Als Fernziel streben wir eine Fernwanderung bis an die Ostsee an. Dabei wollen wir dann wild Campen und mit der Bahn zurück fahren… Da dies aber sicher nicht ohne Vorbereitung geht, starten wir nun mit dieser. Als Etappen haben wir uns den Berliner Mauerweg überlegt. Dies ist eine ca 165km lange Rad- und Wanderstrecke um ehemals Westberlin herum, wo bis 1990 die Mauer stand. Auf diesem historischen Weg rechnen wir zumindest teilweise mit schöner natürlicher Umgebung und zugleich ist sie gut für uns erreichbar. Einmal im Monat wollen wir dabei eine Etappe zwischen 10 und 15km absolvieren und dann im nächsten Sommer über 2 Tage eine Strecke von etwa 50 km zum Mittsommerfest nach Brandenburg zu unserer Freundlin Alfrun wandern.

Als erste Etappe bin ich Sonntag von Hohen Neuendorf nach Alt Lübars gewandert. Es war angenehm kühl mit 18 Grad Celsius und die Sonne schaute immer mal wieder heraus. Mein Startpunkt dabei war der S Bahnhof Hohen Neuendorf auf der S1:

Startpunkt

Von hier aus ging es dann etwa einen Kilometer entlang der Straßen bis zum Mauerweg. Dieser begrüßte mich dann mit einer malerischen Kopfsteinpflasterstraße durch den herbstlich gold leuchtenden Wald. Die kommenden 2-3 Kilometer ging es dann über Waldwege, vorbei an einem See und einem alten Wachturm der DDR. Schließlich verließ die Strecke in Fronau den Wald und führte durch eine Wohnsiedlung von hübschen kleinen Einfamilienhäusern bis nach Glienicke hinein. Dort musste man dann ein paar hundert Meter an der B96 entlang, verließ diese aber schließlich wieder in Berlin in Richtung Osten und kam schließlich ins tegeler Fließtal. Von dort an konnte man die malerische Natur dieser Moorlandschaft genießen und bekam nach kurzem einen ersten Blick auf Lübars:

Lübars

Schließlich erreichte ich die Lübarser Felder und die Ostaraquelle und nach sehr schönen 14 km kam ich schließlich zur Bushaltestelle in alt Lübars, wo ich glücklich und müde mit dem Bus der Linie 222 nach Hause fuhr.

@Daniel

Odin, das Paradoxon

31. Juli 2017

Über Odin kann man ganze Bücher schreiben und das ist auch schon geschehen. Allseits bekannt ist, das er einer der ersten drei Asen überhaupt war und älter als Yggdrasil ist. Von ihm stammen alle Asen ab. Er wird in älteren Quellen als Kriegsgott und in jüngeren als Gott der Magie oder des Schamanismus bezeichnet. Man sagt dann, er habe sich im Laufe der Zeit gewandelt. Ferner taucht oft der Begriff des Odinsparadoxon auf. In diesem Zusammenhang wird Odin dann mit der Rune Dagaz in Verbindung gebracht. Im Laufe meiner Erkundung bin ich öfter über diese Begriffe gestolpert ohne eine rechte Erklärung dazu zu lesen. Mir ist nicht klar ob das daran liegt, das die Quellen nicht mehr dazu sagen, oder ob das als so trivial betrachtet wird. So oder so will ich mich an eine eigene Erklärung dieser Begriffe wagen.
Ein Paradoxon ist etwas, das einen Widerspruch in sich enthält. Das könnte Odins Kriegs- und Schamanenseite sein.
Untersucht man Dagaz genauer, ergibt sich folgendes. Wenn man die Form der Rune betrachtet erkennt man eine “spitze” 8 die auf der Seite liegt. Zwei Dreiecke deren Spitzen sich berühren. Übersetzt wird Dagaz mit dem Tag. Meiner Meinung nach beschreibt das die Rune nur äußerst ungenau. Der Tag gibt ein Beispiel für das Prinzip das hinter Dagaz steht. Der Tag besteht aus dem hellen wie dem dunklen Teil. Steht die Sonne im Zenit ist der Tag am hellsten und steht die Sonne äquivalent genau über der Rückseite der Erde ist die Nacht am tiefsten. Von diesen Zwei Punkten streben Licht und Dunkel aufeinander zu. Dagaz ist nun der Punkt an dem Licht in Dunkel sowie Dunkel in Licht übergehen. Der Zeitpunkt wenn die Dämmerung in Richtung Dunkelheit kippt oder die Dunkelheit morgens zum Licht hin kippt. Das ist die Spitze der Dreiecke, wenn man weder rechts noch links ist. Es ist weder Tag noch Nacht!
In der fernöstlichen Philosophie heißt es:
“Wir sind, was wir denken.
Alles was wir sind, entsteht durch unsere Gedanken.
Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt!”
Es gibt also einen Zusammenhang zwischen Bewusstsein und Realität. Somit gibt es einen Übergang zwischen dem Denken und dem materiellen Sein. Dieser Punkt und dessen Existenz wird durch Dagaz beschrieben. Odin steht als Gott für das Urbewusstsein im Gegensatz zur materiellen Realität. Er steht aber auch für den Krieger und den Schamanen! Was ist er nun? Krieger oder Schamane? Intellekt oder Materie? Wenn man ihn nun mit Dagaz vergleicht, dann ist er weder noch oder beides zugleicht. Krieger und Schamane. Intellekt und materielle Realität. Gedanke und Materie. Und darin besteht das Paradoxon. Denn nach der wissenschaftlichen Sichtweise kann er nicht beides zugleich oder eins ohne das andere nicht sein.

Odin ist DER Ase, der zugleich Bewusstsein, Trieb und materielles Sein ist. Seine Eltern waren Riesen und Nachkommen von Ymir und Audhumbla. Unbewusstes und Trieb, vereint zu neuer Kraft, zum Bewusstsein! Mit einer kleinen Geste kann er Krieger oder Schamane sein. Und doch ist er weder das eine, noch das andere. Er ist die dunkelste Stunde des Tages, wenn es weder hell noch dunkel ist. Er ist sowohl Leidenschaft als auch Chaos. Beides und nichts davon.

@Daniel

Aktiv werden

11. Juli 2017

Auch wenn es der Blick nach draußen manchmal nicht vermuten lässt- es ist Sommer geworden! Mittsommer liegt hinter uns und die Sonne strahlt heiß auf uns herab. Dies ist die Zeit in der man Tatendurstig wird und es uns zueinander zieht. In diesem Sinne pulsiert es bei uns gerade gewaltig und man möchte am liebsten zehr Sachen gleichzeitig machen. Daher treffen wir uns jetzt auch um zusammen etwas zu schaffen- zu Handwerken. Im eigentlichen Sinne indem wir zusammen an einer Altardecke nähen und Sticken wollen, Nadelbinden oder Holz für Götterfiguren vorbereiten. Eins nach dem Anderen wollen wir nun gemeinsam Werte schaffen- keine Finanziellen Werte, sondern Dinge die man nicht so leicht wie Geld bekommt. Und im übertragenen Sinne, indem wir unsere Vorstellungen in Gesprächen abrunden und weiterentwickeln.
Wenn man mit Freunden zusammen Dinge für das geistige Miteinander schafft, verbindet das ungemein und ist kostbarer als alles das man kaufen kann! Seit Jahren haben wir beispielsweise vor den Festen die Frage, was für eine Decke nehmen wir zum Herrichten unseres Altars, welche Götterfiguren stellen wir auf? Jetzt nehmen wir es in Anlauf einen Grundstock mit Altardecke und Götterdarstellungen selbst zu machen, der standardmäßig in einer Kiste unsere Feste begleiten kann und zu rituellen Gegenständen von uns wird. Und auch wenn Professionelle das wahrscheinlich in höherem Maß filigraner herstellen können, werden UNSERE Reliquien doch um vieles Kostbarer sein.
Jede Gruppe sollte überlegen ob sie nicht ähnliches tut, denn auch wenn das handwerkliche Geschick fehlt, kann man doch viel selbst machen und die Arbeit und Entwicklung ist doch ein besonderer Dienst an den Göttern und seiner Gemeinschaft!

@Daniel.

Die lange Nacht der Religionen

30. Mai 2017

De Stand der Asahood Berlin e.V-
Dieses Jahr nahmen wir das erste Mal an der Langen Nacht der Religionen als Veranstalter teil. Die übergeordnete Gruppe “Pagane Wege und Gemeinschaften” organisierte alles mit den Gruppen gemeinsam und überaus vorbildlich und so konnten wir uns auf unseren ersten Auftritt konzentrieren.
Dafür schafften ein Whiteboard mit Asahoodposter an. Da unser Schwerpunkt darauf lag, zu präsentieren das wir unseren Glauben stark im Alltag praktizieren, wählte Lupo ein paar schöne Fotos und laminierte sie. Damit gewährten wir ein paar Einblicke in Momentaufnahmen von Blot und Stammtisch. Ferner präsentierten wir einiges Selbstgemachtes, wie ein Acrylbild von Yggdrasil und eine Altarplatte aus Holz, die ich von einigen Jahren gemacht habe. Geschmückt wurde dies Von diversen Götterfiguren und einem Handgemachten Taschenaltar von Lupo, der viele Blicke auf sich zog.
Insgesamt kann man sagen, das sowohl von den veranstaltenden Gruppen als auch von den Gästen her eine äußerst angenehme Stimmung vorherrschte, in der man begeistert über den eigenen Tellerrand guckte und sich einer interessierten Besucherschaft präsentierte.
Neben dem Effekt der Zurschaustellung erlebte ich es auch äußerst beflügelnd mich mit so vielen Menschen wieder einmal auseinander zu setzen. Dafür war es nötig den Kern der Asahood zu reflektieren und die Frage: “Was macht ihr denn so?” zu beantworten. Neben den Jahreskreisfesten konnte ich guten Gewissens sagen: Die Asahood macht alles! Alles zu dem ein Einzelner aufruft und Andere mitmachen. Uns sind da beinahe keine Grenzen gesetzt und die Interessenfelder sind dabei so vielfältig wie wir es sind! Ferner stehen wir uns gegenseitig bei, wenn man sich in spiritueller oder sonstiger Hinsicht weiterentwickeln will und inspirieren einander stehts dazu.

Unser Dank gilt allen Teilnehmern und besonder Gudrun von den Paganen Wegen und Gemeinschaften, die im Zentrum aller Arbeit stand und einen äußerst guten Job dabei machte!

@Daniel

Lange Nacht der Religionen

16. Februar 2017

In den letzen Jahren haben wir uns wiederholt die lange Nacht der Religionen angeschaut. Seit jetzt drei Jahren veranstaltet der Gruppe “Pagane Wege und Gemeinschaften Berlin” eine Veranstaltung für verschiedene Pagane Glaubensrichtungen, um ihnen die Möglichkeit zum Austausch und zur Präsentation ihrer Vorstellungen und Praktiken zu geben. In den letzten zwei Jahren waren auch wir dazu eingeladen, doch mangelde Kapazitäten sowie eine gewisse Skepsis gegenüber solch einer “Sammelveranstaltung” ließ uns bisher davon Abstand nehmen. Denn obwohl wir einer gewissen “Ökumene” nicht verschlossen sind war die Furcht vor extremen Elementen doch zu groß. Nachdem wir in den letzten zwei Jahren dann aber die Veranstaltung besuchten, konnten wir eine gesunde Mischung beobachten und nahmen von dem Gedanken Abstand uns dem Eldaring als Asatruverein anzuschließen, da wir noch weniger eine “Verkaufsveranstaltung” für unseren Glauben wünschten.
Am 25. März 2017 werden wir nun also das Spektrum der Veranstaltung von Pagane Wege und Gemeinschaften Berlin mit unserem kleinen Licht erweitern . Dort hat man die Gelegenheit ein breites Feld an heidnischen Praktiken zu ergründen und zu erfahren, denn neben Informationsständen gibt es dort auch einiges an Ritualen zu erleben. All dies ist durch den unermüdlichen Einsatz von Ehrenamtlichen Teilnehmern möglich und wird durch Spenden der Teilnehmenden Vereine und ein Crowdfunding bei Leetchi finanziert. Wer also am 25. Mai Zeit und Lust hat, sich Einblicke in ein Breites Feld der Berliner Heidenszene zu verschaffen ist herzlichst ins
Familienzentrum Menschenskinder
Fürstenwalder Straße 25
10234 Berlin

eingeladen. Für weitere informationen besucht die Homepage http://paganes-leben-berlin.de

Der Lichte Pfad

1. September 2016

Ich kann mich noch gut an das Gefühl erinnern, als ich als Kind die Grimms-Märchen zum ersten Mal von meiner Mutter hörte- eine Mischung aus Staunen und aufgeregter Erwartung. Später kam dann das Fernsehen und ergänzte das Bild. Im Nachhinein eher schlecht als recht, aber als Kind gefiel es…
Jetzt durfte ich ein Buch von Maria Rosenmeyer lesen das dieses alte Gefühl wieder in mir erwachen lies. Es heißt “Der Lichte Pfad” und greift die Geschichte von Hänsel und Gretel auf um sie komplex und umfangreich wie nie zu erzählen. Dabei nahm sich Maria die Freiheit heraus das Original aus heidnischer Sicht neu zu interpretieren, d.h. Unlogisches abzuwandeln und so zu einer in sich schlüssigen Erzählung zu gelangen. Sie tat dies in ausgereiftem Schreibstil- Anspruchsvoll für den erwachsenen Leser, der seine Kindheit wieder aufleben lassen will ohne dabei nur alte Kamellen zu konsumieren.
Auf gut 300 Seiten führt sie uns dabei durch das Leben von Hans dem Apfelbauern und seiner Frau Margharethe der Gänsemagd. Intrigen und Schicksalsschläge müssen sie überwinden um an Ende de Weg zur “bösen Hexe” zu finden, die sich als etwas gänzlich anderes entpuppt als was man erwartet. Oft mag man sich die Haare Raufen oder dem garstigen Mühlbauern seiner gerechten Strafe zuführen doch am Ende kommt alles zum Märchenhaft guten Ende. Dabei vermischt Maria gekonnt Märchen mit Volksglauben an alte Götter und schafft so für den heidnischen Leser einen “Aha-Moment”

Der Lichte Pfad:
ISBN 9873842343665
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Auf den Spuren unserer Wurzeln

19. Mai 2016

Slawenhaus in Düppel

Im Sinne unseres wissenschaftlichen Interesses an unserer Vergangenheit haben einige Mitglieder sich dem Museumsdorf Düppel angeschlossen. Im 12. Jahrhundert lebten im berliner Raum noch heidnische Slawen die dann durch den Wenden-Kreuzzug des Heiligen Römischen Reichs (später: deutscher Nation) zum Christentum bekehrt wurden. Im Rahmen dessen kamen deutsche Siedler und Funde belegen, das es zu einer Vermischung der Kulturen kam. An einer Stelle im Süden Berlins können Ausgrabungen eine solche kleine Siedlung nachweisen in der Slawen und Deutsche einen gemeinsamen Start versucht haben, der allerdings nach nicht allzu langer Zeit wieder aufgegeben wurde, wie man heute weiß.
Seit 40 Jahren arbeitet nun ein Verein mit den Archäologen zusammen um zum Teil experimentelle Archäologie zu betreiben, zum anderen für Besucher diesen Teil unserer Geschichte erlebbar zu machen. DIE Gelegenheit für uns, eine Zeit zu erleben und zu erkunden, in der unsere heidnischen Wurzeln noch gelebt wurden (wenn auch in slawischer Form). Noch sind wir in der Phase, in der wir uns in das Dorf und den Verein hineinfinden müssen, aber die Zukunft lässt auf viele spannende und lehrreiche Erlebnisse hoffen!

@Daniel