Wanderung im Berliner Süden

November 4th, 2017

Bei unserer 2. Wanderung im Monat Oktober hat es uns von Rudow nach Lichtenrade geführt. Bei bestem Oktoberwetter trafen wir uns zu dritt und machten uns guter Dinge vom U-Bahnhof Rudow in Richtung Groß Ziethen auf. Nach einem knappen Kilometer öffnete sich dann die urbane Umgebung und sprunghaft wurde es ländlich.

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Der Mauerweg lag eingebetten, wie so oft, in einem kleinen Birkenwäldchen und war reichlich besucht von Berlinern zu Rad, mit Rollerblades oder zu Fuß. Daher gingen wir schnell Abseits der befestigten Straße auf kleineren Pfaden und waren wie so oft zuvor in guten Gesprächen versunken. Nicht aber ohne alle paar Minuten unsere Aufmerksamkeit auf die herrliche Natur um uns herum zu lenken…

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Immer wieder machten wir halt um uns an Details zu erfreuen und uns gemeinsam dem nahendem Herbst gewahr zu werden.

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Anja war dabei äußerst aufmerksam und bereicherte unsere Wanderung damit immens. Schließlich führte der Mauerweg in die Stadt hinein weshalb wir uns entschlossen, weiter von ihm abzuweichen. Zu verlockend waren die erwarteten Feldwege so nah an der Stadtgrenze.

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Schließlich kamen wir doch nach Groß Ziethen und machten dort eine Pause mit etwas Tee und ein paar Snacks. In Gesellschaft von Krähen, Elstern und einigem Lachen erholten wir uns kurz und setzten unseren Weg schließlich fort. Nach einigen weiteren Kilometern kamen wir bei Lichtenrade schließlich wieder an den Stadtrand und auf den Mauerweg, der wieder von Birken und später verschiedenen Baumarten gesäumt wurde.

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Einen Kilometer folgen wir diesem noch und dann ging es wieder ins Städtische hinein in Richtung des Bahnhofs Lichtenrade. Nach 14 km und etwa 3 Stunden der Wanderung erreichten wir diesen bei der Abenddämmerung und fuhren guter Dinge nach Hause, mit dem Fazit: Für Gutes muss man nicht unbedingt weit reisen!
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Der Berliner Mauerweg

September 5th, 2017

Vor zwei Wochen waren Anja und ich im Tegeler Forst auf dem Ehrenpfortenberg und genossen die Natur. Im Rahmen dessen wanderten wir noch ein paar Kilometer durch den Wald. Da uns das beiden sehr gut gefallen hat entschlossen wir uns zu regelmäßigen Wanderungen in Zukunft. Als Fernziel streben wir eine Fernwanderung bis an die Ostsee an. Dabei wollen wir dann wild Campen und mit der Bahn zurück fahren… Da dies aber sicher nicht ohne Vorbereitung geht, starten wir nun mit dieser. Als Etappen haben wir uns den Berliner Mauerweg überlegt. Dies ist eine ca 165km lange Rad- und Wanderstrecke um ehemals Westberlin herum, wo bis 1990 die Mauer stand. Auf diesem historischen Weg rechnen wir zumindest teilweise mit schöner natürlicher Umgebung und zugleich ist sie gut für uns erreichbar. Einmal im Monat wollen wir dabei eine Etappe zwischen 10 und 15km absolvieren und dann im nächsten Sommer über 2 Tage eine Strecke von etwa 50 km zum Mittsommerfest nach Brandenburg zu unserer Freundlin Alfrun wandern.

Als erste Etappe bin ich Sonntag von Hohen Neuendorf nach Alt Lübars gewandert. Es war angenehm kühl mit 18 Grad Celsius und die Sonne schaute immer mal wieder heraus. Mein Startpunkt dabei war der S Bahnhof Hohen Neuendorf auf der S1:

Startpunkt

Von hier aus ging es dann etwa einen Kilometer entlang der Straßen bis zum Mauerweg. Dieser begrüßte mich dann mit einer malerischen Kopfsteinpflasterstraße durch den herbstlich gold leuchtenden Wald. Die kommenden 2-3 Kilometer ging es dann über Waldwege, vorbei an einem See und einem alten Wachturm der DDR. Schließlich verließ die Strecke in Fronau den Wald und führte durch eine Wohnsiedlung von hübschen kleinen Einfamilienhäusern bis nach Glienicke hinein. Dort musste man dann ein paar hundert Meter an der B96 entlang, verließ diese aber schließlich wieder in Berlin in Richtung Osten und kam schließlich ins tegeler Fließtal. Von dort an konnte man die malerische Natur dieser Moorlandschaft genießen und bekam nach kurzem einen ersten Blick auf Lübars:

Lübars

Schließlich erreichte ich die Lübarser Felder und die Ostaraquelle und nach sehr schönen 14 km kam ich schließlich zur Bushaltestelle in alt Lübars, wo ich glücklich und müde mit dem Bus der Linie 222 nach Hause fuhr.

@Daniel

Odin, das Paradoxon

Juli 31st, 2017

Über Odin kann man ganze Bücher schreiben und das ist auch schon geschehen. Allseits bekannt ist, das er einer der ersten drei Asen überhaupt war und älter als Yggdrasil ist. Von ihm stammen alle Asen ab. Er wird in älteren Quellen als Kriegsgott und in jüngeren als Gott der Magie oder des Schamanismus bezeichnet. Man sagt dann, er habe sich im Laufe der Zeit gewandelt. Ferner taucht oft der Begriff des Odinsparadoxon auf. In diesem Zusammenhang wird Odin dann mit der Rune Dagaz in Verbindung gebracht. Im Laufe meiner Erkundung bin ich öfter über diese Begriffe gestolpert ohne eine rechte Erklärung dazu zu lesen. Mir ist nicht klar ob das daran liegt, das die Quellen nicht mehr dazu sagen, oder ob das als so trivial betrachtet wird. So oder so will ich mich an eine eigene Erklärung dieser Begriffe wagen.
Ein Paradoxon ist etwas, das einen Widerspruch in sich enthält. Das könnte Odins Kriegs- und Schamanenseite sein.
Untersucht man Dagaz genauer, ergibt sich folgendes. Wenn man die Form der Rune betrachtet erkennt man eine “spitze” 8 die auf der Seite liegt. Zwei Dreiecke deren Spitzen sich berühren. Übersetzt wird Dagaz mit dem Tag. Meiner Meinung nach beschreibt das die Rune nur äußerst ungenau. Der Tag gibt ein Beispiel für das Prinzip das hinter Dagaz steht. Der Tag besteht aus dem hellen wie dem dunklen Teil. Steht die Sonne im Zenit ist der Tag am hellsten und steht die Sonne äquivalent genau über der Rückseite der Erde ist die Nacht am tiefsten. Von diesen Zwei Punkten streben Licht und Dunkel aufeinander zu. Dagaz ist nun der Punkt an dem Licht in Dunkel sowie Dunkel in Licht übergehen. Der Zeitpunkt wenn die Dämmerung in Richtung Dunkelheit kippt oder die Dunkelheit morgens zum Licht hin kippt. Das ist die Spitze der Dreiecke, wenn man weder rechts noch links ist. Es ist weder Tag noch Nacht!
In der fernöstlichen Philosophie heißt es:
“Wir sind, was wir denken.
Alles was wir sind, entsteht durch unsere Gedanken.
Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt!”
Es gibt also einen Zusammenhang zwischen Bewusstsein und Realität. Somit gibt es einen Übergang zwischen dem Denken und dem materiellen Sein. Dieser Punkt und dessen Existenz wird durch Dagaz beschrieben. Odin steht als Gott für das Urbewusstsein im Gegensatz zur materiellen Realität. Er steht aber auch für den Krieger und den Schamanen! Was ist er nun? Krieger oder Schamane? Intellekt oder Materie? Wenn man ihn nun mit Dagaz vergleicht, dann ist er weder noch oder beides zugleicht. Krieger und Schamane. Intellekt und materielle Realität. Gedanke und Materie. Und darin besteht das Paradoxon. Denn nach der wissenschaftlichen Sichtweise kann er nicht beides zugleich oder eins ohne das andere nicht sein.

Odin ist DER Ase, der zugleich Bewusstsein, Trieb und materielles Sein ist. Seine Eltern waren Riesen und Nachkommen von Ymir und Audhumbla. Unbewusstes und Trieb, vereint zu neuer Kraft, zum Bewusstsein! Mit einer kleinen Geste kann er Krieger oder Schamane sein. Und doch ist er weder das eine, noch das andere. Er ist die dunkelste Stunde des Tages, wenn es weder hell noch dunkel ist. Er ist sowohl Leidenschaft als auch Chaos. Beides und nichts davon.

@Daniel

Aktiv werden

Juli 11th, 2017

Auch wenn es der Blick nach draußen manchmal nicht vermuten lässt- es ist Sommer geworden! Mittsommer liegt hinter uns und die Sonne strahlt heiß auf uns herab. Dies ist die Zeit in der man Tatendurstig wird und es uns zueinander zieht. In diesem Sinne pulsiert es bei uns gerade gewaltig und man möchte am liebsten zehr Sachen gleichzeitig machen. Daher treffen wir uns jetzt auch um zusammen etwas zu schaffen- zu Handwerken. Im eigentlichen Sinne indem wir zusammen an einer Altardecke nähen und Sticken wollen, Nadelbinden oder Holz für Götterfiguren vorbereiten. Eins nach dem Anderen wollen wir nun gemeinsam Werte schaffen- keine Finanziellen Werte, sondern Dinge die man nicht so leicht wie Geld bekommt. Und im übertragenen Sinne, indem wir unsere Vorstellungen in Gesprächen abrunden und weiterentwickeln.
Wenn man mit Freunden zusammen Dinge für das geistige Miteinander schafft, verbindet das ungemein und ist kostbarer als alles das man kaufen kann! Seit Jahren haben wir beispielsweise vor den Festen die Frage, was für eine Decke nehmen wir zum Herrichten unseres Altars, welche Götterfiguren stellen wir auf? Jetzt nehmen wir es in Anlauf einen Grundstock mit Altardecke und Götterdarstellungen selbst zu machen, der standardmäßig in einer Kiste unsere Feste begleiten kann und zu rituellen Gegenständen von uns wird. Und auch wenn Professionelle das wahrscheinlich in höherem Maß filigraner herstellen können, werden UNSERE Reliquien doch um vieles Kostbarer sein.
Jede Gruppe sollte überlegen ob sie nicht ähnliches tut, denn auch wenn das handwerkliche Geschick fehlt, kann man doch viel selbst machen und die Arbeit und Entwicklung ist doch ein besonderer Dienst an den Göttern und seiner Gemeinschaft!

@Daniel.

Die lange Nacht der Religionen

Mai 30th, 2017

De Stand der Asahood Berlin e.V-
Dieses Jahr nahmen wir das erste Mal an der Langen Nacht der Religionen als Veranstalter teil. Die übergeordnete Gruppe “Pagane Wege und Gemeinschaften” organisierte alles mit den Gruppen gemeinsam und überaus vorbildlich und so konnten wir uns auf unseren ersten Auftritt konzentrieren.
Dafür schafften ein Whiteboard mit Asahoodposter an. Da unser Schwerpunkt darauf lag, zu präsentieren das wir unseren Glauben stark im Alltag praktizieren, wählte Lupo ein paar schöne Fotos und laminierte sie. Damit gewährten wir ein paar Einblicke in Momentaufnahmen von Blot und Stammtisch. Ferner präsentierten wir einiges Selbstgemachtes, wie ein Acrylbild von Yggdrasil und eine Altarplatte aus Holz, die ich von einigen Jahren gemacht habe. Geschmückt wurde dies Von diversen Götterfiguren und einem Handgemachten Taschenaltar von Lupo, der viele Blicke auf sich zog.
Insgesamt kann man sagen, das sowohl von den veranstaltenden Gruppen als auch von den Gästen her eine äußerst angenehme Stimmung vorherrschte, in der man begeistert über den eigenen Tellerrand guckte und sich einer interessierten Besucherschaft präsentierte.
Neben dem Effekt der Zurschaustellung erlebte ich es auch äußerst beflügelnd mich mit so vielen Menschen wieder einmal auseinander zu setzen. Dafür war es nötig den Kern der Asahood zu reflektieren und die Frage: “Was macht ihr denn so?” zu beantworten. Neben den Jahreskreisfesten konnte ich guten Gewissens sagen: Die Asahood macht alles! Alles zu dem ein Einzelner aufruft und Andere mitmachen. Uns sind da beinahe keine Grenzen gesetzt und die Interessenfelder sind dabei so vielfältig wie wir es sind! Ferner stehen wir uns gegenseitig bei, wenn man sich in spiritueller oder sonstiger Hinsicht weiterentwickeln will und inspirieren einander stehts dazu.

Unser Dank gilt allen Teilnehmern und besonder Gudrun von den Paganen Wegen und Gemeinschaften, die im Zentrum aller Arbeit stand und einen äußerst guten Job dabei machte!

@Daniel

Lange Nacht der Religionen

Februar 16th, 2017

In den letzen Jahren haben wir uns wiederholt die lange Nacht der Religionen angeschaut. Seit jetzt drei Jahren veranstaltet der Gruppe “Pagane Wege und Gemeinschaften Berlin” eine Veranstaltung für verschiedene Pagane Glaubensrichtungen, um ihnen die Möglichkeit zum Austausch und zur Präsentation ihrer Vorstellungen und Praktiken zu geben. In den letzten zwei Jahren waren auch wir dazu eingeladen, doch mangelde Kapazitäten sowie eine gewisse Skepsis gegenüber solch einer “Sammelveranstaltung” ließ uns bisher davon Abstand nehmen. Denn obwohl wir einer gewissen “Ökumene” nicht verschlossen sind war die Furcht vor extremen Elementen doch zu groß. Nachdem wir in den letzten zwei Jahren dann aber die Veranstaltung besuchten, konnten wir eine gesunde Mischung beobachten und nahmen von dem Gedanken Abstand uns dem Eldaring als Asatruverein anzuschließen, da wir noch weniger eine “Verkaufsveranstaltung” für unseren Glauben wünschten.
Am 25. März 2017 werden wir nun also das Spektrum der Veranstaltung von Pagane Wege und Gemeinschaften Berlin mit unserem kleinen Licht erweitern . Dort hat man die Gelegenheit ein breites Feld an heidnischen Praktiken zu ergründen und zu erfahren, denn neben Informationsständen gibt es dort auch einiges an Ritualen zu erleben. All dies ist durch den unermüdlichen Einsatz von Ehrenamtlichen Teilnehmern möglich und wird durch Spenden der Teilnehmenden Vereine und ein Crowdfunding bei Leetchi finanziert. Wer also am 25. Mai Zeit und Lust hat, sich Einblicke in ein Breites Feld der Berliner Heidenszene zu verschaffen ist herzlichst ins
Familienzentrum Menschenskinder
Fürstenwalder Straße 25
10234 Berlin

eingeladen. Für weitere informationen besucht die Homepage http://paganes-leben-berlin.de

Der Lichte Pfad

September 1st, 2016

Ich kann mich noch gut an das Gefühl erinnern, als ich als Kind die Grimms-Märchen zum ersten Mal von meiner Mutter hörte- eine Mischung aus Staunen und aufgeregter Erwartung. Später kam dann das Fernsehen und ergänzte das Bild. Im Nachhinein eher schlecht als recht, aber als Kind gefiel es…
Jetzt durfte ich ein Buch von Maria Rosenmeyer lesen das dieses alte Gefühl wieder in mir erwachen lies. Es heißt “Der Lichte Pfad” und greift die Geschichte von Hänsel und Gretel auf um sie komplex und umfangreich wie nie zu erzählen. Dabei nahm sich Maria die Freiheit heraus das Original aus heidnischer Sicht neu zu interpretieren, d.h. Unlogisches abzuwandeln und so zu einer in sich schlüssigen Erzählung zu gelangen. Sie tat dies in ausgereiftem Schreibstil- Anspruchsvoll für den erwachsenen Leser, der seine Kindheit wieder aufleben lassen will ohne dabei nur alte Kamellen zu konsumieren.
Auf gut 300 Seiten führt sie uns dabei durch das Leben von Hans dem Apfelbauern und seiner Frau Margharethe der Gänsemagd. Intrigen und Schicksalsschläge müssen sie überwinden um an Ende de Weg zur “bösen Hexe” zu finden, die sich als etwas gänzlich anderes entpuppt als was man erwartet. Oft mag man sich die Haare Raufen oder dem garstigen Mühlbauern seiner gerechten Strafe zuführen doch am Ende kommt alles zum Märchenhaft guten Ende. Dabei vermischt Maria gekonnt Märchen mit Volksglauben an alte Götter und schafft so für den heidnischen Leser einen “Aha-Moment”

Der Lichte Pfad:
ISBN 9873842343665
Amazon

Auf den Spuren unserer Wurzeln

Mai 19th, 2016

Slawenhaus in Düppel

Im Sinne unseres wissenschaftlichen Interesses an unserer Vergangenheit haben einige Mitglieder sich dem Museumsdorf Düppel angeschlossen. Im 12. Jahrhundert lebten im berliner Raum noch heidnische Slawen die dann durch den Wenden-Kreuzzug des Heiligen Römischen Reichs (später: deutscher Nation) zum Christentum bekehrt wurden. Im Rahmen dessen kamen deutsche Siedler und Funde belegen, das es zu einer Vermischung der Kulturen kam. An einer Stelle im Süden Berlins können Ausgrabungen eine solche kleine Siedlung nachweisen in der Slawen und Deutsche einen gemeinsamen Start versucht haben, der allerdings nach nicht allzu langer Zeit wieder aufgegeben wurde, wie man heute weiß.
Seit 40 Jahren arbeitet nun ein Verein mit den Archäologen zusammen um zum Teil experimentelle Archäologie zu betreiben, zum anderen für Besucher diesen Teil unserer Geschichte erlebbar zu machen. DIE Gelegenheit für uns, eine Zeit zu erleben und zu erkunden, in der unsere heidnischen Wurzeln noch gelebt wurden (wenn auch in slawischer Form). Noch sind wir in der Phase, in der wir uns in das Dorf und den Verein hineinfinden müssen, aber die Zukunft lässt auf viele spannende und lehrreiche Erlebnisse hoffen!

@Daniel

Asatru und Ökologie

Dezember 8th, 2015

In der Neuzeit ist Ökologie zu einem eigenen Kult geworden in dem sich Menschen versammeln die sich meist vegetarisch bis vegan ernähren und versuchen einen sauberen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Viele Heiden bewegen sich auch in dieser Szene. Nun kann man sich die Frage stellen, wie eng ist der Öko-Kult mit Heidentum verbunden. Man kann da selbstverständlich nicht für alle Strömungen des Heidentums pauschal sprechen, so möchte ich diese Frage für unser Asatru einmal erörtern:
Als Asatru will ich mein Leben bewusst und selbstbestimmt begehen. Das bedeutet zum Einen dass ich nicht an dem Ast säge auf dem ich sitze. Es macht also keinen Sinn die natürlichen Ressourcen so weit zu verbrauchen, dass am Ende nichts mehr übrig ist und man auf dem Trockenen sitzt. Was werden meine Ahnen von mir sagen, wenn ich ihnen die Lebensgrundlage raubte? Somit ist es für mich als Asatru schon einmal von Bedeutung Ressourcen zu schonen und regenerative Quellen zu fordern und zu fördern.
Eine Weitere Thematik ist, dass ich mir als bewusst lebender Mensch gewisse Dinge klar machen muss. Übermäßiger Konsum kann nur auf Kosten anderer möglich sein! Wenn ich hier Kleider für wenige Euro kaufe, geht das nur auf Kosten von anderen Menschen und minderer Qualität. Wenn ich jeden Tag Fleisch essen will, dann muss so viel Produziert werden das es nur industriell geht und somit die Haltung der Tiere nicht mehr auf der Grundlage dessen geht, dass Tiere empfindungsfähige Lebewesen sind! Als Asatru muss ich also auch mein Konsumverhalten überdenken! Allerdings in einem gesunden Rahmen. In Extreme zu fallen weiß man hilft selten! Aber kleine Veränderungen können viel bewirken! Wenn man beispielsweise 40g Wurstaufschnitt täglich zu Frühstück isst und beschließt sein Frühstück nur noch vegetarisch zu gestalten, kann man im Jahr mal einfach knapp 15 kg Fleisch einsparen! Bei 80 Millionen deutschen wären das über ein Million Tonnen jährlich!!
Mein Fazit also: Als Asatru muss man nicht zum Öko werden und sich mindestens vegetarisch ernähren. Man muss aber bewusster durchs Leben gehen und erkennen dass kleine Änderungen schon den Unterschied machen können!

Daniel.

Asylpolitik

November 6th, 2015

Auch wenn die Asahood sich als Verein aus der Politik heraus halten will, haben wir als Mitglieder natürlich Meinungen. An dieser Stelle möchte ich gerne meine Meinung als Privatmensch äußern und damit auch einen kleinen Einblick in die Asahood gewähren, denn die Mitglieder prägen natürlich die Gruppe.

Fassen wir also zunächst die Lage zusammen. In Bürgerkriegsregionen wie Syrien fliehen derzeit gewaltige Menschenmassen vor Tod, Folter und Grausamkeit. Um sich in Sicherheit zu bringen nehmen sie mindestens massive Strapazen für sich und ihre Familien auf sich, riskieren sogar auf dem Mittelmeer ihr Leben. Ferner gibt es einen kleineren Teil Menschen, die aus wirtschaftlich schwächeren Ländern nach Deutschland wollen um hier ein besseres Leben zu führen. Beides voll zu verstehen aber in meinen Augen total unterschiedliche Sachlagen!
Das führt dazu, dass jetzt in Deutschland und Europa nicht darüber diskutiert wird wie man der erst genannten Flüchtlingsgruppe helfen kann, sondern wie man die zweitgenannte Gruppe besser abschiebt. Davon abgesehen, dass dies ein beschämendes Verhalten unser Regierung ist, wäre es auch absolut unnötig, wenn man aus der zweiten Gruppe keine Asylsuchenden sondern Einwanderer machen würde. In Deutschland stehen wir vor dem Problem, dass geringe Geburtenrate immer mehr zu Mangel führt. Wir MÜSSEN langsam anfangen zu überlegen, wie wir dem Begegnen wollen. Meine Meinung wäre, das Einwanderung durchaus eine gute Lösung wäre. Jemand der nach Deutschland kommt um hier zu leben und zu Arbeiten wird motiviert sein sich bestens dafür vorzubereiten und dann auch zu arbeiten. Würde man nun ein System entwickeln, nach dem sich Menschen aus aller Welt “Bewerben” können um nach Deutschland zu kommen, bräuchte niemand aus dieser Gruppe über den Weg des Asylrechtes zu uns kommen. Das Asylrecht hingegen könnte für die genutzt werden, die es wirklich brauchen. Und schon wäre auch dem Argument der Asylgegner der Boden genommen, die sagen: Asylanten wollen ja doch alle hier bleiben und sich dabei nicht anpassen! Ich glaube da werden wieder zwei Sachen vermischt- Natürlich will sich der Syrer, der nach dem Krieg wieder in seine Heimat will, NICHT an Deutsche Normen anpassen und seine Kultur und Sprache bewahren. Wer will es ihm verübeln, denn er will ja, sobald es in seiner Heimat wieder sicher ist, dorthin zurück kehren. Man könnte und müsste nun zum Asylrecht unbedingt auch die Pflicht knüpfen, das sobald die Bedrohung im Herkunftsland behoben ist, das Asylrecht erlischt und die Menschen wieder nach Hause gehen müssen. In der Zeit in der sie hier sind könnte man dann noch etwas Bildung fließen lassen und die Menschen ausbilden damit sie leichter zu Hause wieder Fuß fassen und allen wäre gedient.
Menschen die nach Deutschland einwandern wollen, MÜSSEN sich aber zu gewissem Teil anpassen. Sie MÜSSEN die Sprache lernen und kulturelle Umstände, wie Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau und Rechtstaatlichkeit in unserem Land verinnerlichen. Dabei dürfte man sie nicht allein lassen, sondern müsste sie kontrolliert Bilden und ihr Bleiberecht an den Erfolg an diese Maßnahme knüpfen. Niemand der zu uns kommt, muss Abitur machen oder eine hochtrabenden Schulische Ausbildung absolvieren. Sprache und ein paar Grundkenntnisse der Gesetze sind allerdings unbedingt nötig. Ich glaube wenn ein Einwanderer eine Gewisse “Ausbildung” erfahren hat und dann als Deutscher Staatsbürger mit Migrationshintergrund in unser Land kommt, wird auch die Integration in unsere Gesellschaft wesentlich leichter fallen.

Mir ist nicht klar, warum niemand einen solchen Ansatz bisher in der Politik publik gemacht hat, aber ich denke die Krise die wir gerade erleben, könnte zu dieser Verbesserung führen…

Daniel