Archive for the 'Mittelaltermärkte' Category

Auf den Spuren unserer Wurzeln

Donnerstag, Mai 19th, 2016

Slawenhaus in Düppel

Im Sinne unseres wissenschaftlichen Interesses an unserer Vergangenheit haben einige Mitglieder sich dem Museumsdorf Düppel angeschlossen. Im 12. Jahrhundert lebten im berliner Raum noch heidnische Slawen die dann durch den Wenden-Kreuzzug des Heiligen Römischen Reichs (später: deutscher Nation) zum Christentum bekehrt wurden. Im Rahmen dessen kamen deutsche Siedler und Funde belegen, das es zu einer Vermischung der Kulturen kam. An einer Stelle im Süden Berlins können Ausgrabungen eine solche kleine Siedlung nachweisen in der Slawen und Deutsche einen gemeinsamen Start versucht haben, der allerdings nach nicht allzu langer Zeit wieder aufgegeben wurde, wie man heute weiß.
Seit 40 Jahren arbeitet nun ein Verein mit den Archäologen zusammen um zum Teil experimentelle Archäologie zu betreiben, zum anderen für Besucher diesen Teil unserer Geschichte erlebbar zu machen. DIE Gelegenheit für uns, eine Zeit zu erleben und zu erkunden, in der unsere heidnischen Wurzeln noch gelebt wurden (wenn auch in slawischer Form). Noch sind wir in der Phase, in der wir uns in das Dorf und den Verein hineinfinden müssen, aber die Zukunft lässt auf viele spannende und lehrreiche Erlebnisse hoffen!

@Daniel

Wikinger auf Burg Rabenstein in Sachsen

Dienstag, Oktober 6th, 2009

Lupo und ich waren am 03.10.09 in Chemnitz auf Burg Rabenstein wo laut Werbung ein Wikingerfest stattfinden sollte. Vor Ort fanden wir dann einen netten kleinen Mittelaltermarkt der neben den üblichen Fress- und Tourismusbuden auch ein, zwei schöne Händler und Handwerker aufwies. All das war um die kleinste Burg Sachsens schön aufbegaut- eine recht angenehme Location, man fand hier und da Plätze, auf die man sich zurückziehen konnte, zum Beispiel um die Wildschweinpfanne (kein Frosta!!, oä.) zu genießen. Wir hatten uns zur Übernachtung im Campingplatz Rabenstein einen Bungalow gemietet- eine einfache, aber recht angenehme und günstige Unterbringung. Wenn man dann noch die zum Platz gehörende Wurzelschänke hinzuzählt, wo man gutes lokales Bier für unter 2,00€/0,5l in sehr schöner Umgebung genießen kann, dann ist dieser Platz sehr zu empfehlen. Zumal er nur 5min Fussweg von der Burg entfernt ist.
Am Sonntag früh besuchten wir dann noch den kleinen Wildtierpark (10min Fussweg) und erfreuten uns an zutraulichen Luchsen und Wölfen, die uns gleich begrüßten und sich willig zur Schau stellten. Nach 3 Stunden guter Fahrt waren wir dann glücklich und müde wieder in Berlin.

@Daniel

Wikinger- und Slavenmarkt in Wolin

Mittwoch, August 12th, 2009

Am 29.07.2009 machten sich Lupo, seine Freundin Nadine und ich uns mit der Bahn auf nach Norden. Mit dem Ostesee-Ticket ging das für günstige 40€, die mir die Asahood zum Geburtstag geschenkt hatte. So erreichten wir drei guter Laune am Freitagabend Heringsdorf auf Usedom. Dort kamen wir bei Lupos Mutter unter- in einer hübschen kleinen Villa. Am Samstag machten wir uns dann um 10.00 Uhr auf nach Wolin. Dank einer polnischen Bekannten hatten wir keine Probleme mit dem Zugticketkauf in Polen und somit errreichten wir Wolin problemlos. Nach ein paar Minuten Fußmarsch erreichten wir schließlich den “Festplatz” vor der Museusinsel mit dem historischen Teil des Markts darauf. Positiv bemerkten wir hier schon, das der “Rummel-Teil” gut vom historischen Markt getrennt war. Über eine Militärbrücke kamen wir schließlich zum interessanten Teil des Marktes. Und ich kann nur sagen: es war sehr beeindruckend. Es war ein recht großer Markt dessen Schwerpunkt klar auf historischem Handwerk lag. Es gab nur zwei Futterstände, von denen einer historisch aufgemacht war und sich perfekt ins Bild einpasste. Überall brannten kleine Feuer was bemerkenswert war, da es dort rekonstruierte Häuser mit Reetdächern gab (in heimischen Anlagen nahezu undenkbar- Feuergefahr). Besonders bemerkenswert war die Stimmung: überall liefen gewandete Männer und Frauen herum- und neben den Gerüchen nach Feuer, Leder und anderem “Handwerksduft” kam ein ebenso buntes Sprachgewirr fremder Sprachen hinzu. Man bekam einen guten Eindruck wie es einem Reisenden vor 1000 Jahren ergangen sein musste. Kaum einer sprach deutsch- slavische Sprachen hatten die Vorherrschaft und gefeilscht wurde meist in Englisch. All das trug dazu bei, das es neben preisgünstigen Einkäufen auch ein unvergessliches Erlebnis wurde. Auf dem Heimweg fühlte man sich wie einst die germanischen und slavischen Menschen, die weit gereist waren, um ihre Einkäufe zu machen oder ihre Waren anzubieten. Unterstützt wurde das noch durch die Kleinode, die wir in Wolin erworben hatten. Von Borten bis zum Wildschweinfell war einiges dabei und manches Teil hatte seinen eigenen Geruch, der uns noch lange an diesen wirklich schönen Tag erinnern wird. Am Sonntag ließen wir dieses schöne Wochenende mit ruhigen Spaziergängen am Meer ausklingen und reisten dann wieder mit dem Zug nach Hause…
@Daniel