Archive for Oktober, 2009

Glaubensfrage?

Sonntag, Oktober 18th, 2009

Neulich
erzählte mir ein guter Freund, dass er gefragt wurde, ob er “wirklich daran glaube, dass Thor mit seinem Wagen am Himmel so rum fährt”.

Wir sprachen gerade von unserer Glaubensvorstellung, und wie manche Menschen dann doch stutzig werden, wenn man ihnen erzählt, dass man sogar polytheistisch ist!
Nun, ich habe jetzt lange darüber nach gedacht, wie ich das ganze “in all den Welten” mir vorstelle.
Jetzt, so in mich gehend, sehe ich ein, dass Glauben etwas sehr persönliches ist.
Etwas, dass man mit der sexuellen Neigung fast gleichsetzten kann.
Man erzählt ja auch nicht jedem x-belibigem Menschen, dass man hetero, schwul, bisexuell, monogam, trigam oder sonst welche sexuellen Vorlieben hat.
Nicht nur, dass dies sehr persönliche und intime Dinge sind, sondern auch zu Schubladendenken führt.

Wenn mir ein Christ zum Beispiel erzählt, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde, über Wasser gelaufen ist, Blinde sehend gemacht hat, Menschen resozialisierte und Taube hörend gemacht hat, was soll ich dann davon halten?
ICH glaube nicht daran, aber der Christ, der mir das erzählt, der glaubt
daran, oder sollte zumindest daran glauben.

Der Haken an der Christ-Asatru Gleichung ist:
Jesus ist auferstanden, lebt nicht mehr, oder besser gesagt, er ist jetzt “da oben”
Unsere Götter leben immer noch, auch in ihren Welten, jedoch können sie immer noch zu uns herunter kommen.
Auf Reise gehen.

Wie also, verdammte Axt, kann man im 21 Jhd an Odin und Thor glauben?
Wie kann man daran glauben, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde?
Der Christ antwortet, “es war halt Gott, der kann so was!”
In meinem Fall ist es ähnlich.
Ich bin nicht leicht-gläubig, doch hinterfrage ich in Glaubensdingen eben nicht immer ALLES!
Was wäre ein Gott ohne eine Gotteskraft/ eine göttliche Kraft/ göttliche Schnelligkeit?
Götter sind eben nun mal keine Menschen, in keiner Glaubenswelt.
Sie sind immer schneller, kräftiger etc.
Und in manchen Glaubensrichtungen sind sie noch in gut/böse/ wankelmütig eingeteilt.

So gibt es also auch in unserem Glauben verschiedene Glaubensbekennungen.
Glauben heißt ja nicht wissen!
Und so kann jeder glauben was er für richtig hält!
Ob ich jetzt nun daran glaube, dass Odin sich im 21. Jahrhundert wirklich verändert hat, oder ob er immer noch “der gleiche Gott auf Sleipnir reitend ist”, ist wirklich sekundär.
Denn nun schließe ich den Kreis und schreibe am Ende:

1. dass man Glauben für sich entscheiden sollte
2. dass man niemanden diskriminieren darf, nur weil er nicht das selbe/gleiche/ähnliche Glaubensbild hat.
3. man sich 3 mal überlegen sollte, vor wem man sich “seelisch entblößen” und seinen Glauben preis gibt.
4. alles ist im Glauben möglich. Glauben hat Berge versetzt, Wasser geteilt, Kriege beendet, Länder zusammengeführt, Liebe geschenkt.

Ich habe für mich meinen Glauben und meine Freiheit gefunden.
Aber am Ende meines Weges bin ich nicht angekommen.
Ich weiß werder alles noch weiß ich viel.
Es kann sich also noch alles ändern.
Lupo_Asatru 18.10.2009

Wikinger auf Burg Rabenstein in Sachsen

Dienstag, Oktober 6th, 2009

Lupo und ich waren am 03.10.09 in Chemnitz auf Burg Rabenstein wo laut Werbung ein Wikingerfest stattfinden sollte. Vor Ort fanden wir dann einen netten kleinen Mittelaltermarkt der neben den üblichen Fress- und Tourismusbuden auch ein, zwei schöne Händler und Handwerker aufwies. All das war um die kleinste Burg Sachsens schön aufbegaut- eine recht angenehme Location, man fand hier und da Plätze, auf die man sich zurückziehen konnte, zum Beispiel um die Wildschweinpfanne (kein Frosta!!, oä.) zu genießen. Wir hatten uns zur Übernachtung im Campingplatz Rabenstein einen Bungalow gemietet- eine einfache, aber recht angenehme und günstige Unterbringung. Wenn man dann noch die zum Platz gehörende Wurzelschänke hinzuzählt, wo man gutes lokales Bier für unter 2,00€/0,5l in sehr schöner Umgebung genießen kann, dann ist dieser Platz sehr zu empfehlen. Zumal er nur 5min Fussweg von der Burg entfernt ist.
Am Sonntag früh besuchten wir dann noch den kleinen Wildtierpark (10min Fussweg) und erfreuten uns an zutraulichen Luchsen und Wölfen, die uns gleich begrüßten und sich willig zur Schau stellten. Nach 3 Stunden guter Fahrt waren wir dann glücklich und müde wieder in Berlin.

@Daniel